Freitag, 27. März 2015

Chaos im Kopf

Ich habe gerade wirklich keine Ahnung wie ich anfange soll, was genau ich schreiben will/möchte/werde. Ich kann auch nicht sagen, warum ich es schreiben möchte und ob es eine gute "Idee" ist....aber nun sitze ich hier. 

Ich möchte mit diesem Post keinen "Beifall" erhaschen und vor allem auf keinen Fall eine Diskussion, einen Shitstorm und - bitte - auch keine negativen Kommentare hervorrufen (auch wenn das natürlich euer Recht ist). Ich möchte einfach nur meine wilden Gedanken etwas ordnen und euch sagen, was mir seit Tagen auf der Seele liegt.

Germanwings, 4U9525, über den Wolken, Gedanken

Seitdem die Germanwings Maschine, Flug 4U9525, abgestürzt ist und nun immer weitere, und immer schrecklichere Details ans Licht kommen, gibt es hier eigentlich kein anderes Thema mehr. 
Zu unverständlich ist das Geschehene, zu schrecklich das Leid, dass alle Betroffenen erleben müssen, zu wild die Berichterstattung in den Medien und zu unreal das virtuelle Leben in der Blogosphäre.

Und eigentlich ist Letzteres genau das, was ich euch sagen will: auch wenn ich hier, auf Facebook und Instagram gerade nur schöne Dinge zeige und ihr das Gefühl habt, dass ich momentan nur essen, ins Kino und shoppen gehen, so ist mein "Seelenheil" seit Tagen durcheinander. 

Das "Problem" mit schrecklichen Ereignissen ist aber - und das scheint mehreren Bloggern so zu gehen - dass diese in der Blogwelt quasi ausgeblendet werden. 

Ich weiß nicht genau warum das so ist...aber ich glaube, es hat mit Angst und Unsicherheit auf beiden Seiten - der Blogger und der Leser - zu tun. Die Blogwelt ist doch immer dieser heimelige Ort an dem fast immer Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, wo schöne Bilder gepostet und kritische Gedanken eigentlich nicht geäußert werden. 

Der Ort, an dem man seine Freizeit verbringt, in der man nicht an die Probleme des realen Lebens erinnert werden möchte. Der Ort, an dem man auch fremde Menschen duzt, das Gefühl hat die Person hinter und vor dem Bildschirm zu kennen und einfach alles in Ordnung ist.

Wer aber etwas hinter die Kulissen schaut, der weiß, dass dem nicht immer so ist. Nicht jeder Bloggerhaushalt sieht aus wie in einer Wohnzeitschrift, nicht jedes selbstgebackene Brot wird in der realen Welt tatsächlich mit einem teuren Küchentuch, etwas Mehlstaub und Körnern auf einer schicken weiß angestrichen shabby-chic Holzwand drapiert und nicht alle Blogger haben ein endloses Budget um sich die neusten Interiordinge kaufen zu können.

Die meisten von uns sind stinknormale Menschen, mit stinknormalen Problemen und stinknormalen Leben. 

Ich bin eine stinknormale, in Teilzeit arbeitende Mutter, die die gleichen Probleme hat wie alle anderen auch: immer zu wenig Zeit, ständig am organisieren und sich fragen, wie ich das zeitlich unter eine Hut bekommen soll. 
Unser Zuhause ist genauso chaotisch wie bei vielen von euch: mit Wäschebergen im Keller, Wollmäusen unter der Couch und ohne Designer Sofa im Wohnzimmer.  

Und genau deswegen trifft mich dieses Ereignis auch genauso wie euch. Auch wenn ich es - genau wie viele andere schrecklichen Ereignisse - nicht im Blog thematisiere. Vielleicht will auch ich hier etwas abschalten, einen Rückzugsort finden und negative Gedanken ausperren.

Fakt ist aber, dass dieses Ereignis mich fürchterlich getroffen hat und das, ohne dass ich persönlich betroffen sind. Wie oft habe ich in den letzten Tagen heulend vor dem Fernseher gesessen, gebetet, dass die neusten Erkenntnisse nicht wahr sein mögen, mir die schrecklichen schlimmen Minuten und die Verzweifelung der Passagiere in den letzten Minuten vor dem Aufprall vorgestellt, an die vergeblichen Bemühungen des Piloten ins Cockpit zu kommen, an die Angst die bei ihm, der Crew und der Passagiere herrschen musste, an die unvorstellbar große Trauer der Angehörigen und vor allem der Eltern gedacht. An die Tatsache, dass sie ihr eigenes Kind zu Grabe tragen müssen - das Allerschlimmste, was Eltern passieren kann.

Ja, ich gebe offen zu, dass gerade die Tatsache, dass eine Schülergruppe an Bord war, für mich ganz besonders schlimm ist. Und natürlich ist JEDES genommene Leben furchtbar, denn jeder an Bord war Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Schwester, Bruder, Enkel, Tante, Onkel, Oma, Opa, Freund oder Freundin! 

Aber seitdem ich selbst Mutter bin, treffen mich diese Dinge und Ereignisse, in denen das Leben von Kindern genommen wird, besonders stark. 

Was genau das Wort Mutterliebe tatsächlich bedeutet, und wie es sich anfühlt, kann man eben erst genau spüren, wenn man selbst ein Kind hat. Und die Vorstellung, dass einem genau dieses genommen wird, ist der allerschlimmste Albtraum überhaupt. Keine Mutter und kein Vater sollte ihr/sein Kind zu Grabe tragen müssen! Und genau deswegen habe ich auch unendliches Mitleid für die Eltern des Co-Piloten, die sicherlich nun noch mit jeder Menge Hass und Wut zusätzlich zu ihrer eigenen Trauer umgehen müssen. Aber auch sie haben das eigene Kind verloren!

Das Thema Tod ist meine größte Angst und Schwäche und ich muss leider sagen, dass ich damit gar nicht umgehen kann und es für mich nicht einfach "zum Leben dazu gehört". 
Bisher habe ich glücklicherweise wenig Erfahrung mit dem Thema Tod gemacht, aber ein Erlebnis wird immer unvergessen bleiben und das ist der Tod von 5 Jugendfreunden vor 15 Jahren. Die Schreie der Mutter während der Trauerfeier unseres Freundes werde ich nie vergessen. Der Anblick der Särge, die gebrochenen Eltern - das war das Schlimmste, was ich je gesehen habe. 

Wie so oft nach solchen Ereignissen wird einem plötzlich wieder bewusst, wie unglaublich schnell sich das Leben ändern und vorbei sein kann und wie so oft schon geschrieben, sollte man das eine Leben das man hat, viel mehr genießen, sich nicht von Sorgen auffressen lassen und dankbar sein für das was man hat. Ich weiß aber auch, dass wir ganz schnell wieder unserem Alltag nachgehen werden - bis das nächste schreckliche Ereignis eintreffen wird.

Trotzdem - oder gerade deshalb - muss ich aber sagen, dass ich verdammt dankbar bin. Dankbar, gesund zu sein, dankbar eine gesunde Familie zu haben, mit der ich hoffentlich noch viele viele glückliche, gesunde und gemeinsame Jahre verbringen werde.

Und bitte glaubt mir: auch wenn man es meinem Blog und sozialen Profilen nicht ansieht, so nimmt mich das reale Leben oftmals mehr mit als ihr denkt.

Ich weiß nicht, wie ich zukünftig mit solchen Dingen hier im Blog umgehen werde - ob ich darüber schreiben werde oder nicht, ob ich Ablenkung in der digitalen Welt finden oder ob ich die Realität auch hier leben möchte. Das kann ich euch nicht sagen. Aber ich möchte, dass ihr wisst, dass solche Dinge auf keinen Fall an mir und meinen Bloggerkollegen & -kolleginnen spurlos vorbeigehen!

63 Kommentare

  1. Ich möchte dir ganz dick DANKE sagen für diesen Post! Ich könnte es nicht anders ausdrücken und bin beim lesen nickend davor gesessen!

    Alles Liebe nima

    AntwortenLöschen
  2. Danke für diese Worte, ich bin ganz deiner Meinung und fühle genauso wie du.
    LG Doreen

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Vanessa! Auch von mir Danke - wirklich sehr ehrlich und schön geschrieben. Wie du auch schon geschrieben hast, ich glaube, in dieser virtuellen Blogger-Welt wird einfach gerne über die schönen Dinge und Momente im Leben geschrieben und das Schlechte "ausgeblendet". Dass dahinter immer ganz normale Menschen mit realen Probleme stecken die soetwas wie der Flugzeugabsturz ohne Frage mitnimmt und mit Sicherheit genauso geschäftigt wie dich ist glaube ich klar. Ich finde man kann über alles schreiben - über all das Schöne im Leben, aber auch über das Schlechte. Es ist aber auch ok, wenn man in seiner virtuellen Welt bei den schönen Dingen bleibt - das reale Leben ist ja immerhin oft chaotisch genug. Wie auch immer - dein Text zumindest ist wirklich toll und wie Frau Nima und ich sitzen bestimmt noch ganz viele nickend davor. Liebe Grüße Julia

    AntwortenLöschen
  4. Hätte ich nicht besser formulieren können!
    DANKE!

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Frollein Pfau,
    sehr schön geschrieben, liegt mir weniger. Ich bin ganz deiner Meinung, ich habe erst heute zu meinem Mann und meiner Mutter gesagt, dass mir die Eltern des Copiloten sehr leid tun, wie du geschrieben hast, die bekommen die Wut ab und sind selbst in Trauer. Ich finde daran immer schlimm, dass erst etwas Schlimmes (und ich finde es unfassbar) passieren muss, damit über eine Zweimannregelung im Cockpit nachgedacht wird. Aber was ist mit den ganzen Arbeitsbedingungen, es schleppen sich Arbeitnehmer krank zur Arbeitn, die Angst entlassen zu werden, der Druck auf Arbeit wird immer größer, ein anderes Umdenken müsste angestrebt werden um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Die Menschen bekommen zunehmend mehr psychische Erkrankungen und es wird totgeschwiegen. Mein Beileid allen Angehörigen und die persönlich getroffen sind. Sitze auch immer mit Tränen in den Augen vorm Fernseher.
    Vielen Dank, dass du es so schön in Worte gefasst hast.
    Petra

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Vanessa,
    1 zu 1 hast Du es genau so formuliert wie es ist und wie auch ich das empfinde !
    DANKE für diesen großartigen Post !!!!!
    Liebe Grüße
    Nane

    AntwortenLöschen
  7. Danke für Deine ehrlichen, echten Worte!!!

    AntwortenLöschen
  8. Hmmmm... Ich mag deinen Text.
    Möchte dazu, was mich betrifft, nur anmerken, dass ich die "Hausfrau" auf meinem Blog bin Und schreiben darf, was mich beschäftigt. Und ich schreibe zuweilen kritisch, weil es einfach auch raus muss. Und weißt du was, nachdem ich deine Zeilen gelesen habe, wundert es mich nicht, dass wenig bis keine Resonanz darauf kommt. Aber auch das ist in Ordnung.
    Ich denke aber auch, dass es nicht immer so klar ist, dass hinter einem perfekt erscheinendem Blog /Leben auch ein "echter" Mensch steckt. Aber das ist eher die Sichtweise des Lesers, oder?

    Zum aktuellen Geschehen: es ist erstaunlich, was für Theorien dazu durch das Netz wabern... Wie dieses Drama für verschiedene politische Seiten ausgeschlachtet wird. Das ist entsetzlich, weil das Schicksal der betroffenen Familien nebensächlich wird.

    So Schluss. Danke für deine Gedanken.

    Liebe Grüße Antje

    AntwortenLöschen
  9. Danke für diese rührenden Worte. Du sprichst mir aus der Seele, mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Liebste Grüße
    Lea

    AntwortenLöschen
  10. Danke für deine Worte, du hast es wirklich treffend ausgedrückt. Mir fehlen die Worte und so bleibt dieses Thema fern vom Blog und allen anderen sozialen Kanälen. Aber auch ich bin einfach nur erschüttert.

    LG
    Annette

    AntwortenLöschen
  11. Danke für diese ehrlichen, berührenden Worte!

    Liebe Grüße,
    Jessica

    AntwortenLöschen
  12. Ja, ja, ja! Auch ich fühle ähnlich und habe meine Gedanken und Gefühle auf meinen Blog gebracht. Das ist auch gut so. Das ist das "echte" Leben, neben den anderen Realitäten einer Bloggerin. Fühl dich herzlich und fest gedrückt!

    AntwortenLöschen
  13. Danke für diesen tolle Post!
    Ich denke, du sprichst damit den meisten Bloggern aus der Seele.

    Greetings & Love
    Ines

    AntwortenLöschen
  14. Danke für diesen Post und deine Worte! Ich kann das nur unterstreichen.

    Liebe Grüße, Carmen

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Vanessa,
    ich finde es gut, dass du schreibst, was du zu dem Thema denkst!
    Ich denke, dass jeder (auch Blogger) mit Schwierig- und Traurigkeiten zu kämpfen hat. Als Bloggerin muss ich darüber aber im Blog nicht unbedingt schreiben, denn er ist nicht mein Tagebuch. Ich versuche, das meine Leser einen Nutzen aus meinen Beiträgen ziehen können und wenn ich einfach nur traurig bin, ist das für mich nicht genug Stoff für einen Post und passt vielleicht auch nicht hier hin.
    Auch wenn der Tod für mich und meine Familie näher ist als es uns lieb ist, kann ich das Leben genießen, solange es mir möglich ist. Vielleicht sogar noch mehr. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es auf der Welt zu jeder Zeit unendliches Leid gibt, meist aber nicht ganz so nah wie in diesen Tagen.
    Liebe Grüße, Sonja

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Vanessa, du sprichst mir aus de Seele... Im Alltag geht der Wert des Lebens zu oft unter und eigentlich sollte man viel öfter innehalten und sich bewusst machen wie gut man es eigntlich hat. In solchen Momenten, wenn mir bewusst wird, dass auch mein Leben irgendwann vorbei sein wird, habe ich Angst und hoffe, dass diese irgendwann einmal vergehen wird.
    Ich wünsche mir dass unser Glück - dein Glück- anhält! Alles Liebe! Olivia

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Vanessa,
    es gibt so vieles, was ich dir dazu gerade schreiben möchte, aber da ist diese Hausarbeit, die ich heute hätte abgeben wollen und an der die letzte Tage, ganz anders als geplant, so gut wie nichts vorwärts ging, weil ich es einfach nicht geschafft habe, meine Gedanken von dem, was da passiert ist und noch immer passiert, abzulenken und mich auf etwas zu konzentrieren, dass mir gerade in einer solchen Situation so unwichtig erscheint.
    Stattdessen sage ich also einfach DANKE. Manchmal genügt es ja schon, einfach nur zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Von daher: Der Post war ne gute Idee, eine sehr gute! :)
    Liebe Grüße nach Kölle,
    Naomi

    AntwortenLöschen
  18. Hallo Vanessa,

    danke für deine Worte... mir geht es da ganz ähnlich wie dir... Hinzu kommt das die räumliche Nähe des kleinen Ortes Haltern hier immer präsent ist. Das ich hier festgestellt habe, das ich einige kenne, die wiederrum betroffen sind, weil sie jemanden verloren haben. Mich macht das auch ganz betroffen und ich denke in diesen Tagen sehr viel darüber nach...
    Ich hatte für Mittwoch einen Post in Gedanken, den ich dann aber nicht geschrieben habe, denn da war für mich viel zu viel was ich an diesem Mittwoch nicht gemocht habe...
    Viele liebe Grüße
    Petra

    AntwortenLöschen
  19. Ein schöner Text! Danke dir <3

    LG
    Karo

    AntwortenLöschen
  20. Danke für deine tollen und berührenden Worte!
    Liebste Grüße, Nadja

    AntwortenLöschen
  21. Ich finde es gut, was du schreibst und glaube auch, dass es vielleicht ab und zu mal wichtig ist, diese Perspektive geradezurücken (für die Leser). Trotzdem sind das Themen, über die ich auf meinem Blog zum Beispiel nicht sprechen möchte. Und das nicht, weil sie mich nicht beschäftigen oder betroffen machen, ganz im Gegenteil. Für mich ist es wichtig, dass sich mein Blog mit schönen Dingen beschäftigt (mehrheitlich), einfach um eine Art Rückzugsort zu haben- Für mich. Aber auch für meine Leser, wenn sie das wünschen. Wenn daraus falsche Schlüsse gezogen werden, liegt das nicht in meiner Macht. Meinen Zugang ändern möchte ich deswegen aber auf keinen Fall. Aber ich finde es gut, dass wir eben die Möglichkeit haben, es jeder so zu handhaben, wie wir am besten damit umgehen können. Die einen so und die anderen so. Man muss nicht immer alles erklären. Man kann aber. Und das ist gut so.

    AntwortenLöschen
  22. Danke für das so toll geschriebenes was gerade bestimmt in ganz vielen Köpfen ist.
    Liebe Grüße, Lee

    AntwortenLöschen
  23. Liebe Vanessa,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich sehe es ganz genau so.
    Auf meinem Blog finden sich so gut wie keine emotionalen Themen und private Gedanken, es ist ein Ort, an dem es ums Selbermachen geht.

    Aber nicht nur das - ich finde manche Dinge muss man einfach nicht auch noch ausschlachten. Nicht, weil sie nicht wichtig genug sind, aber manchmal ist es eben auch einfach das Beste, still zu sein.

    AntwortenLöschen
  24. Liebe Vanessa,
    ich Danke Dir dafür, dass Du eine Lanze für uns Blogger brichst. Tatsächlich geht mir diese Tragödie so nah, dass ich sie mit Kraft von mir fern zuhalten versuche. Darüber zu schreiben - dafür hätte ich keine Kraft.
    Alles Liebe
    Anna

    AntwortenLöschen
  25. Liebe Vanessa, wollte hier auch noch ein paar Zeilen hinterlassen und dir für deine offenen Worte danken. Ich selbst musste heute auch ein paar Zeilen schreiben und hatte einfach das Bedürfnis auch auf unserem Blog innezuhalten, vielleicht auch als Hilfe für alle, die mit dem Thema Verlust und Tod nur schwer umgehen können und um ein bißchen Wärme und Empathie nach außen zu bringen. Die vielen medialen Spekulationen und Diskussionen gehen leider so sehr an den Hinter-
    bliebenen vorbei und so viele andere schreckliche Dinge passieren ja jeden Tag aufs Neue, so dass es für mich heute einfach ein Bedürfnis war innezuhalten. Deswegen würde ich aber niemanden meiner Bloggerkollegen verurteilen, der uns nicht gleichzieht und weiterhin die schöne heile Welt zeigt. Bei Weitem nicht, es muss doch jeder für sich selber entscheiden und es bedeutet ja nicht, dass man, wenn man auf seinem Blog über solche Ereignisse nicht schreibt, keine Empathie und Mitgefühl zeigt. dafür schreiben wir ja unsere Blogs, weil wir dort selber entscheiden dürfen, was wir nach außen hin preisgeben möchten und das ist ja auch gut so.
    Danke dir für diesen emotionalen Post und ich hoffe wir sehen uns ganz bald mal wieder...hier oder da...grüsse mir Kölle und drück dich ganz fest...alles Liebe und schönes Wochenende...deine frauheuberg

    AntwortenLöschen
  26. Liebe Vanessa,
    du hast so rührend geschrieben und ich kann auch nur, wie alle anderen vor mir, sagen:DANKE!
    Mir laufen gerade die Tränen, genau wie bei den Berichten im Fernsehen.Es war so unnütz....
    Ich hab auch schon ein Kind und einen Mann zu Grabe tragen müssen! Es ist so hart! Ich wünsche das niemandem, nicht meinem ärgsten Feind. Und was macht das Leben?...es geht einfach so weiter, als wäre nicht geschehen. Auf meiner Arbeit muss ich mich auch mit dem Tod auseiandersetzen. Aber ich tu mich oft schwer, obwohl ich ganz genau weiß, wie sich ein Abschied für immer anfühlt!
    Ich wünsch dir alles liebe
    Claudia

    AntwortenLöschen
  27. Liebe Vanessa,
    du hast das ganz wunderbar in Worte gefasst und ich bin dir sehr dankbar, dass du den Mut hattest dies öffentlich in die Bloggerwelt zu tragen!!
    Das Thema Tod ist für mich auch ein sehr schwieriges und leider habe ich im letzten Jahr zu viel Bekanntschaft damit gemacht, aber dadurch wird es nicht leichter. Auch die Bilder von dem Unfall, den du ansprichst kommen dann wieder hoch und sie sind jetzt wo ich selber zwei Kinder habe fast noch schrecklicher als damals. Ich denke das Geschehen der letzten Tage trifft alle durchweg bis ins Mark und daher darf es auch ruhig öffentlich thematisiert werden solange es nicht zu einer Hetzjagd wird, wie es leider durch die Medien z.T. betrieben wird.
    Sei ganz lieb gegrüsst,
    Maike

    AntwortenLöschen
  28. Danke, daß du es geschrieben hast!

    Ehrliche und echte Worte. Ich denke, es geht sehr vielen so wie dir und ich finde es gut, daß du es thematisiert hast.

    Gerne mehr, auch wenn es mal 'negativ' ist!

    Liebe Grüße
    Jess

    AntwortenLöschen
  29. Ein ganz toller Blog zu so einem schwierigen Thema.
    So schöne, ehrliche Worte habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    Lieben Gruß
    Tulla

    AntwortenLöschen
  30. Toll geschrieben und ich musste überall nicken <3
    LG Gusta

    AntwortenLöschen
  31. Du hast dich sehr schön ausgedrückt. Ich danke dir

    AntwortenLöschen
  32. Hallo Vanessa,
    danke für deinen tollen Beitrag. Liebe grüße trudi

    AntwortenLöschen
  33. Liebe Vanessa,

    ich finde gut, dass und wie du das Thema "zu Papier" gebracht hast!
    Es macht dich und deinen Blog einfach nur authentisch, dass du schreibst, was dich wie bewegt.
    Ich kann so nachempfinden, wie du dich fühlst...
    In mir wuseln sich die Gedanken auch sehr enorm in den letzten Tagen...

    Liebe Grüße
    Julia

    AntwortenLöschen
  34. Danke für die treffend formulierten Worte - das Leben kann ganz schnell anders werden, daher sollte man immer dankbar für die kleinen alltäglichen Dinge sein: ein Zuhause, eine Familie, Gesundheit und noch vieles mehr. Ich rufe mir diese "Selbstverständlichkeiten" immer wieder ins Bewusstsein - was macht schon eine 5 in Mathe, was ärgern wir uns übers Wetter ...

    Danke und und liebe Grüße aus dem Sauerland
    Birgit

    AntwortenLöschen
  35. Liebe Vanessa, du hast so Recht mit dem was du schreibst. Es sind nicht die großen Dinge, die uns glücklich machen, sondern das scheinbar alltägliche, normale. Das merkt man leider oft nur dann, wenn es bedroht ist. Ich kann die Gedanken gar nicht bis zum Ende denken, was die Menschen im Flugzeug gefühlt haben müssen, oder die die sie abholen wollten. Und die Menschen die jemanden dabei verloren haben immer noch fühlen. Da gibt es keinen Trost, weil man es nicht erklären, nicht verstehen kann... Ein Moment kann alles verändern. Für jeden von uns. Freuen wir uns über jeden Moment, in dem wir glücklich sein dürfen und denken an die, die es nicht sein können!
    Viele liebe Grüße
    Julia

    AntwortenLöschen
  36. liebe Vanessa,
    du schreibst mir aus der Seele. gerade der Satz, mit dem du auf die Eltern des co-piloten eingehst, der hat mich sehr berührt, weil meine Gedanken auch oft bei ihnen war in den letzten tagen...
    ich hatte meinen post am Dienstag zu beginn mit 'a good day' überschrieben, kurze zeit später ist mir wirklich schlecht geworden und ich hab es ganz flott geändert. ich denke, das zeigt, wie sehr ich Ablenkung in der blogwelt suche und auch finde...aber es gibt mir gleichzeitig auch zu denken und wie oft habe ich schon darüber nachgedacht, etwas zu aktuellen themen zu schreiben.
    dir möchte ich danke sagen für deinen Artikel. für die zeit und den auch den mut, genau das zu schreiben, was du fühlst und denkst. denn im Grunde ist es das, was so viele menschen dieser tage empfinden und denken...
    sie ganz lieb gegrüßt
    alex

    AntwortenLöschen
  37. Ja!!! Ich kann das alles nur unterschreiben, was du so treffend in deinem post formuliert hast!!!!
    Dieses schlimme Ereigniss lässt doch eigenen Ärger, Stress oder Problemchen als absolute Nebensachen erscheinen !!
    Das es mir und meinen Lieben gut geht, ist damit nicht einfach so selbstverständlich , sondern eine Gnade.
    Mehr will ich dazu nicht sagen.
    Danke für deine Worte!
    LG,
    Monika

    AntwortenLöschen
  38. Ich finde gut, dass du einmal diese deine andere Seite zeigst. Mehr mag ich jetzt gar nicht mehr dazu schreiben.
    Alles Liebe!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  39. Hallo Vanessa,
    auch ich habe dazu etwas geschrieben, etwas von Dir zitiert und zu Dir verlinkt, ich hoffe, das ist o.k. - ansonsten bitte melden, dann nehm ich es wieder raus. liebe Grüße von Petra

    AntwortenLöschen
  40. Danke Vanessa für diesen einfühlsamen Post!
    es ist gut und richtig, dass es ausgesprochen wird.
    Und ich freue mich sehr über schöne Bilder und "heile Welt"-Posts anderer Blogger....auch oder GERADE im Moment.....denn wir sollten das Leben feiern, wer weiss, wie lange es dauert. Das bedeutet nicht, das wir einfach über so eine Tragödie hinwegsehen.....so hab ich es auch bei mir geschrieben....knapper und mit weniger schönen Worten als Du.....Du hast das wirklich gut in Worte gefasst!
    Liebe Grüsse
    Smilla

    AntwortenLöschen
  41. Du hast all das nieder geschrieben wozu mir die Worte fehlen. Danke!
    LG Janine

    AntwortenLöschen
  42. Liebe Vanessa,
    ich kann Dir gar nicht sagen, wie Du mir aus der Seele gesprochen hast! Danke dafür! Zumal in dieser Woche nicht nur dieses unfassbar schreckliche Unglück passierte, sondern auch noch meine liebe Oma gestorben ist. Ich bin in tiefer Trauer und saß beim Lesen Deiner Zeilen mit Tränen in den Augen vor meinem Bildschirm. Ich versuche jetzt mein Chaos im Kopf zu sortieren und drück' Dich ganz fest.
    Liebe Grüße, Anett.

    AntwortenLöschen
  43. Ich sitze hier mit Tränen in den Augen, weil du mir so aus dem herzen gesprochen hast.
    Du hast geschafft in Worte zu fassen, was ich die letzten Tage gedacht und gefühlt habe...

    *drückdichmal*
    Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab deinen Post bei mir verlinkt...

      Löschen
  44. Saßen sie alle auch weinend vor dem Fernsehapparat als 400 Flüchtlinge grauenvoll vor der italienischen Küsze ertranken ? Wahrscheinlich nicht.
    Ich empfinde Empathie für die Opfer und die Familien , bin aber über den permanenten spekulativen Informationsschwall schon angeekelt .Blutlecken und Voyeurismus beherrschen die Medienwelt. Ein wenig Ethik und moralische Bedenken sollten uns bewegen.uns zurückzuziehen. Was alle diese Familien fühlen, können vielleicht nur jene nachempfinden die ähnliche Unfälle oder Katastrophen durchlebt haben. Wir projezieren nur unser eigenes Empfinden in ein Etwas, das wir garnicht kennen.
    Der Tod ist Bestandteil.unseres Leben - Lernprozesses, wir sind endlich und sollten dieses von klein auf lernen und integrieren.
    Und Menschen sterben nur dann, wenn man sie vergißt. Bitte keine Spekulationen über den Co-Piloten. Wieso, weshalb, warum ?
    Die Seele des Menschen ist unergründlich.
    Heraklit

    LG Zoe

    AntwortenLöschen
  45. Liebe Vanessa,
    Du hast mir aus der Seele gesprochen. Danke !
    LG von Regina

    AntwortenLöschen
  46. Liebe Vanessa, auch ich bin ganz deiner Meinung. In Gedanken bin ich in diesen Tagen bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen.
    Allerdings finde ich, dass durchaus hin und wieder kritische/traurige Gedanken in einem Blog ihren Platz haben sollten. Das Positive sollte aber überwiegen. Es soll ja ein Aufsteller sein, sich durch die verschiedenen Beiträge zu lesen. Dann kann man nachher wieder gestärkt die eigenen Probleme/Herausforderungen annehmen.
    In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende. lg Gabriele

    AntwortenLöschen
  47. Liebe Vanessa,

    auch ich sage einfach Danke für deinen Post. Erwähnen möchte ich nur kurz, dass es durchaus Sinn macht auch einmal traurige,nicht so schöne Momente und Erlebnisse in einem Blog festzuhalten...das gehört zu unserem Leben und zu uns Menschen dazu....Bloggen ist doch auch mal aus der Seele sprechen...und tut gut!

    Big Hug Claude

    AntwortenLöschen
  48. Danke für diese Worte! Trifft *es* zu 100%!
    Liebe Grüße
    Gabi

    AntwortenLöschen
  49. Danke auch von mir. Ich schwanke immer wieder zwischen tiefer Trauer und bewußtem "Ausblenden", da man einfach nicht alles Leid der Welt teilen kann ... aber in dem Bewußtsein, dass es vielen anderen genauso geht, lassen sich auch bestürzende Gedanken besser ertragen. Ich bete für alle Betroffenen und hoffe, dass DOCH ein Sinn dahinter steckt, den wir nur nicht erkennen können.

    AntwortenLöschen
  50. Liebe Vanessa, du sprichst mir aus der Seele! Mich hat selten etwas so erschüttert, wie dieser Flugzeugabsturz und ich empfinde genau wie du. Auch ich bin, dem Himmel sei Dank, nicht persönlich betroffen. Und doch trifft es mich auf eine Weise, als wären es meine Anhehörigen, die dort ihr Leben lassen mussten. In dieser Schockiertheit tröstet es ein bisschen, zu wissen, dass es Menschen wie dich gibt, die genauso fühlen. Alles Liebe für dich. Angela

    AntwortenLöschen
  51. Liebe Vanessa,vielen Dank für deine Worte! Auch mir geht die ganze Sache sehr nah und trotzdem möchte ich es nicht auf meinem Blog publizieren. Denn für mich ist mein Blog eben auch ein Rückzugsort. Ein Ort wo die schönen Dinge Platz haben sollen-aus diesem Grund habe ich heute auch trotzdem meine Glücksmomente der Woche veröffentlicht. Und doch blebt ein komisches Gefühl im Bauch wenn ich an all die betroffenen Leute denke...
    Liebe Grüsse Alizeti

    AntwortenLöschen
  52. Danke für Deinen Blogpost. Die Art, wie über dieses Unglück berichtet wird, stößt mich häufig nur noch ab - das empfinde ich als so würdelos, viel schlimmer geht es nicht mehr.
    Und ich finde es wichtig, dass Blogger sich ab und an auch zu "solchen" Themen zu Wort melden. Denn wir sind ja nicht nur in Nische x oder y unterwegs, sondern auch ganz normale Menschen - mit Meinungen zu Dingen, die aktuell passieren.
    Danke nochmals, liebe Grüße Frauke

    AntwortenLöschen
  53. Wunderschöner, ehrlicher Text. Mir geht es ganz genau so! Danke dafür!

    Teresa

    AntwortenLöschen
  54. Huhu du Liebe,
    Ich finde es total gut, dass du das Ganze mal für dich und auch uns in Worte gefasst hast. Ich kann deine Gefühle da total unterschreiben. Auch ich bin bestürzt über diese schlimmen Ereignisse und der Gedanke einen geliebten Menschen und schlimmer noch, das eigene Kind bei so etwas zu verlieren, jagt auch mir einen Gänsehautschauer über den Rücken und rührt mich zu Tränen. Klar sagt jeder immer diese schöne Floskel, dass der Tod zum Leben dazu gehört, aber leider wird das Thema in unserer Gesellschaft ganz anders behandelt, nämlich meist gar nicht. Das schürt umso mehr Angst und Machtlosigkeit, wenn wir ihm dann doch begegnen, vor allem auf solch eine Weise!

    Auch oder gerade weil in der Bloggerwelt immer alles schön und perfekt zu wirken scheint, finde ich es gut zu wissen, dass dahinter ganz normale Leute stecken, mit Fehlern und Ängsten. Und ich bin froh einige davon (unter anderem auch dich) besser kennengelernt zu haben. Das ist angesichts solcher Ereignisse etwas Schönes woran man auch immer denken sollte.

    AntwortenLöschen
  55. Hallo Vanessa,

    ich bin zwar heute erstmals auf deinem Blog, aber ich finde es zeigt Mut und Größe ein Thema wie dieses so einfühlsam und ohne Beschuldigungen in irgendeine Richtung zu formulieren. Mir ist die Blogosphere oder generell die digitale Welt oft zu perfekt, zu unpersönlich und zu sehr Friede, Freude Eierkuchen. Daher finde ich es umso bemerkenswerter, dass du dich traust, das Thema anzugehen. Bin der Meinung, dass man auch als Blogger zwischendurch mal tiefsinnig werden darf, denn das gehört zu uns genauso wie das schicke neue Sofakissen oder der leckere Burger auf dem Teller. Für mich ist (m)ein Blog etwas persönliches, bei dem ich anderen Einblick gewähre, soweit wie es mir beliebt und nicht zur Schau stelle wie toll doch alles ist. Das Leben ist nie nur schwarz oder weiß, daher sollte es auch ein Blog nicht sein. Sicherlich hilft es mal in der digitalen Welt dem realen zu entfliehen, doch sollte das nicht überall so sein.

    Mach weiter so mit solchen Themen, wie du meinst, denke die Resonanz darauf spricht für sich.
    Bis demnächst mal wieder, komme sicher ein weiteres Mal vorbei.

    Viele Grüße, Silke

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...