Mittwoch, 19. März 2014

Mittwochs mag ich {Mmi #48}

Direkt vorab entschuldige ich mich schon mal dafür, falls das Verlinkungstool heute mal wieder Mucken macht und eure Beiträge nicht veröffentlichen will. Ich weiß leider immer noch nicht, woran es liegen konnte/kann. Bitte überprüft jedoch auch nochmal genau euren Backlink, der auf .com und nicht auf .de enden muss (heutiger Link: http://frollein-pfau.blogspot.com/2014/03/mmi.48.html).

Falls es heute wieder Probleme geben sollte, dann werde ich eure Verlinkungen (genau wie letzte Woche) manuell freischalten. Bitte habt jedoch Verständnis, dass ich nicht den ganzen Tag vorm PC sitze und somit auch mal ein paar Stunden "Wartezeit" bis zur Freischaltung eintreten können. Danke!

So, und jetzt zu meinem "Mmi": Familiengeschichten!


Am Samstag waren meine Mutter und ich zu Besuch bei meinen Großeltern.

Bei Kaffee & Kuchen erzählte meine Oma uns von "damals": wie sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwister während des 2. Weltkrieges für 1 Jahr in die Tschechien evakuiert wurde, wie sie später meinen Opa kennenlernet und wie sie sich zusammen ein neues Leben nach dem Krieg aufgebaut haben. Und das nur mit ihren eigenen vier Händen und ihrer Arbeitskraft. Ohne Geld, das durch die Inflation komplett wertlos geworden war.

Wie sie jahrelang auf mit Stroh gefüllten Säcken geschlafen haben (die laut Oma total gemütlich waren) und monatelang Geld für Matratzen gespart hat...das mein Opa dann jedoch für die erste gemeinsame Kamera ausgeben hat (Zum Glück! Denn sonst gäbe es die schönen Fotos von damals nicht.)
Wie meine Oma für einen Stundenlohn von 50 Pfennig in einer Kölner Bonbonfabrik gearbeitet hat, während Opa auf einen Monatslohn von 75 Mark kam.

Ich liebe diese alten Geschichten! Auch wenn ich dabei immer etwas melancholisch werde, weil ich anhand der Erzählungen merke, wie alt meine Großeltern geworden sind. Aber gleichzeitig bewundere ich sie für ihre Entbehrungen, wie sie diese harte Zeit durchgestanden und sich anschließend etwas Großes aufgebaut haben.

Für mich sind diese damaligen Lebensumstände unvorstellbar! Socken kaputt? Pfft, wegwerfen und neue kaufen, falls man das Loch nicht stopfen kann. Nur 1 Paar Schuhe? Ähm, schaut mal in meinen Kleiderschrank. Suppe aus Kartoffelschalen? Lieber nicht!

Sicherlich würde es uns allen jedoch nicht schaden, einmal für kurze Zeit so leben zu müssen wie unsere Großeltern es taten. Denn dann würden wir unser jetziges Leben vermutlich noch viel mehr zu schätzen wissen!

Passend zu den "alten Geschichten" holte meine Oma noch das Familienstammbuch...

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...mit alten Dokumenten hervor: 

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Das (unfassbar gute) Zeugnisheft meiner Großmutter...

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...sowie ihren Lehrvertrag, mit einem Monatslohn von 25,00 Mark (!).

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Einen alten Fahrplan von 1900...

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 ...und die (wenn ich es richtig übersetzt habe) Heiratsurkunde meines Ur-Ur-Großvaters von 1889.



Ach, schön war's! Danke Oma!

Mögt ihr diese alten Geschichten auch so gerne und haben eure Eltern & Großeltern auch noch alte "Zeitzeugen" übrig?

...und vor allem: was mögt ihr heute gerne?

Für alle, die zum ersten Mal hier sind: jeden Mittwoch zeige ich hier etwas das ich mag (Mittwochs mag ich = Mmi). Das kann wirklich alles sein: ein leckeres Rezept, ein Kleidungsstück, ein schöner Blog, ein toller Shop, ein besonderes Erlebnis - einfach etwas, über das ich mich besonders gefreut habe oder was ich besonders schön finde. Und wenn ihr Lust habt, so könnt ihr hier ebenfalls gerne verlinken, was ihr am Mittwoch besonders gerne mögt.
Bitte seid so fair und postet einen aktuellen Beitrag, KEINE bezahlten Werbeposts und achtet auf einen Backlink zu Frollein Pfau mit der Endung .com (www.frollein-pfau.blogspot.com). Andernfalls behalte ich mir vor, unpassende Beiträge kommentarlos zu löschen. Vielen Dank!

21 Kommentare

  1. ohhh ich liebe diese alten Dinge auch. Was hast du da nur für Schätze gesehen!!! Klasse.
    Liebe Grüße, Gusta

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  2. Oh, ich LIEBE solche Zeitzeugen! Am liebsten natürlich von mir Nahestehenden und Verwandten, aber generell sowieso und überhaupt ;) Meine Mama sammelt ganz viel - und irgendwann bekomme ich sie... Neulich waren wir bei russischen Freunden, die auch unglaublich alte und viele und wertvolle Zeitzeugen aufbewahren. Da komme ich aus dem Staunen und Bewundern gar nicht mehr raus. Ich habe davor regelrecht Respekt und Bewunderung vor der Zeit. Geht es dir auch so?

    Liebste Mittwochsgrüße und danke für die tolle Aktion,
    Kirstin

    P.S.: Habe dieses mal in meinem Post sowohl die Verlinkung mit .com als auch .de drin - bekomme trotzdem Fehler angezeigt. Ich glaube, ICH bin einfach zu doof *hmpf*

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    1. Nein Kirstin, das bist Du nicht! Das liegt wohl eher an mir oder doch an der Technik. Aber ich finde den Fehler einfach nicht...hmpf!

      Ja, das geht mir ganz genauso! Ich habe wahnsinnigen Respekt! Diese alten Geschichten erstaunen mich immer wieder.

      Liebe Grüße & hab einen schönen Tag!

      Vanessa

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  3. Mir geht es wie euch - solche alten Schätze schaut man sich immer wieder gerne an! Sie sind das Tor zur Vergangenheit.
    LG aus dem Norden

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  4. Juhu, das Verlinken hat geklappt :)
    Tolles Thema hast du heute beim mmi. Ich mochte diese Geschichten auch immer gerne. Leider sind die Zeiten des Lauschen-Könnens vorbei... :( Wahnsinn, in welchen Zeiten sie gelebt haben und was sie ertragen mussten und trotzdem sind sie (zumindest die Erfahrungen, die ich kenne) irgendwie gut dadurchgekommen. Ich bin dankbar, dass ich das alles (Krieg, Bombenalarm, Flucht, Straflager,...) nicht erleben musste.
    Liebe Grüße
    Frau Alberta

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  5. Liebe Vanessa!

    Ich mag deine Linkpartys sehr, aber der backlink funktioniert bei inlinkz leider total oft nicht. Ich habe es jetzt dreimal probiert und entnervt aufgegeben. Mittlerweile bin ich (fast) schon so weit, dass ich an Linkpartys mit gefordertem backlink nicht mehr teilnehmen mag. Scheinbar geht es aber nicht nur mir so ;-)... andere haben damit auch ihre Probleme.
    Es ist klar, dass man die Linkparty auf seinem Blog verlinkt, das ist doch selbstverständlich. Ich habe auf meinem Blog sogar eine eigene Seite mit allen Linkparty - Logos, an denen ich teilnehme eingerichtet. Aber diese Backlinks sind mühsam... geht es nicht auch ohne???

    Mit liebem Gruß
    Marie

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    1. Liebe Marie,

      hat es heute wirklich nicht funktioniert? Das wundert mich eigentlich, denn bis auf die ersten beiden Einträge gab es eigentlich keine Probleme, bzw. weitere Links, die von moderiert werden mussten.

      Ich stimme Dir total zu! Denn für mich ist es ja genauso nervig, wenn die Links nicht funktionieren, ich diese manuell freischalten und somit viel Zeit vorm PC verbringen "muss", was von meinem Alltag her gar nicht möglich ist.
      Ich habe den Backlink als "Muss" auch erst beim Mmi in der letzten Woche zum ersten Mal eingesetzt, da ich eigentlich kein Freund davon bin und auch denke, dass man einen Link zu dem jeweils anderen Blog "automatisch" setzt. Allerdings musste ich mehrfach feststellen, dass dies leider nicht immer der Fall ist.

      Lass uns doch heute mal schauen, wie es läuft. Dann kann ich das Häkchen bei Backlink nächste Woche entfernen - denn nur damit gibt es diese technischen Probleme. Bis vorletzte Woche lief noch alles einwandfrei.

      Und magst Du evtl. nochmal probieren Dein Post zu verlinken?

      Liebe Grüße,
      Vanessa

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  6. Beneidenswert! Alte Geschichten von den eigenen Großeltern zu hören, finde ich so schön.
    Da wird Geschichte plötzlich lebendig und spannend und man sieht die Großeltern mit ganz anderen Augen, wenn man versucht sich ihr Leben als das eigene vorzustellen. Ich habe die Möglichkeit leider nicht mehr und kann nur sagen: Nutzt sie aus so gut es geht!
    Die Schrift finde ich übrigens auch toll.
    Schöne Grüße
    Jutta

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  7. Das ist so ein schönes Thema. Meine Großeltern sind leider inzwischen alle verstorben, aber meine Oma hat immer viel erzählt und in ihrem letzten Lebensjahr sogar nochmal ihre ganze Lebensgeschichte aufgeschrieben. Das mit den Strohsäcken kenne ich auch. Selbst mein Vater musste noch eine zeitlang auf Strohsäcken schlafen. Umso faszinierender und bewundernswerter ist, was viele aus dieser Situation herausgeholt haben. Meine Oma hat z.B. ihre Waschmaschine verliehen (die Jungs mussten sie mit der Karre zu den Leuten bringen), um sich extra Geld zu verdienen. Heute unvorstellbar!
    Die anderen Großeltern haben unglaublich viele Dokumente und Fotos aufgehoben. Geht auch bis ins 19. Jahrhundert hinein. Mein Vater hat inzwischen alles digitalisiert. Ein so spannendes Thema...
    LG Nina

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  8. ui, das ist ja echt toll, sowas würde ich auch mögen!! finde solche alten erinnerungsstücke und geschichten echt spannend und faszinierend!
    lg katrin

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  9. Hach, da hätt ich fast ein Tränchen vergossen. Wie schööön! Das ist immer so süß, wenn ältere Leute von früher erzählen. Oma und Opa hab ich leider nicht mehr, aber wenn bei uns das reginonale Käseblättchen reingeflattert kommt, dann gibt's da immer Geschichten, wenn Paare Goldhochzeit haben und da stehen dann auch schon mal so Anekdötchen drin. Das lieb ich immer und frage mich dann, wenn wir 50 Jahre schaffen würden, was über uns darin stünde ;-). Heute hab ich es sogar mal geschafft einen kleinen Beitrag zu verfassen und beim MMi mitzumachen. Ich drück dich fest und wünsche dir eine gute Restwoche. LG Regine <3

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  10. boa, jetzt bin ich auch ganz melancholisch geworden, weil ich an meine 2 omas und opas denken musste. leider lebt niemand mehr von ihnen. und es gibt auch nicht so viele erinnerungen, also materielle, leider. dafür hüte ich die wenigen die ich habe wie einen wertvollen schatz. eigentlich ist es mein wertvollster schatz überhaupt.
    was für ein unendliches glück solche zeitzeugen zu besitzen und noch jemanden zu haben der diese erzählen kann.
    hach..... tränchen wegwischen muss....
    liebst andrea

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  11. Das war sicher spannend. Ich hab leider nur noch eine Oma und die ist da anders. Die Hochzeitsfotos liegen in einem Schränkchen im Keller und das Familienbuch liegt seit Jahren in meiner Schublade - da fragt nicht mal einer nach. Finde ich total schade. Meine anderen Großeltern haben aber immer viel und spannend erzählt, aber ich war zu klein um alles zu behalten und das zu schätzen zu wissen - das macht ein bisschen traurig.

    Liebe Grüße
    Rebecca

    PS: Das Verlinken klappt bei mir problemlos, ich nehme den Link direkt zum Label MMI und da ist dann die Endung auf .de drin. Es klappt aber.

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  12. Liebe Vanessa,
    was für eine berührende Geschichte, an der Du uns heute teilnehmen lässt, wunderschön, wenn so viele Erinnerungen da sind. Ich habe auch das Glück, einerseits, dass meine Omas noch beide da sind und andererseits, dass sie mir viel erzählt und gezeigt haben... Gelebte Geschichte...
    Herzliche Grüße
    Kebo

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  13. Liebe Vanessa,

    ein wundervollen Thema. Denke noch oft an die Zeiten mit Oma und Opa und die Geschichten, die beide erzählten - leider sind sie vor ein paar Jahren verstorben. Aber meine Erinnerungen und solche Andenken, wie alte Briefe, Fotos, Urkunden etc. sind mir auch noch geblieben und ich verwahre sie in allen Ehren.
    Liebe Grüße
    Angela

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  14. Oh Vanessa, was für ein tolle Beitrag, wie schön, dass Deine Oma auch noch so viele Sachen aufgehoben und auch durch den krieg gebracht hat, das ist nicht selbstverständlich, wo doch so viele alles und u.a. auch Dokumente und Fotos etc. verloren haben.
    Ich hatte eine Großtante, die wurde als ich Kind war sehr sehr oft besucht und musste mir immer von "früher" erzählen. Vom Krieg und der kompletten Familie ( sie hatte 9 Geschwister ).
    Und genau diese Großtante hat mich auch in den ersten Nähversuchen unterstützt ! Ich durfte ihre Gritzner Nähmaschine benutzen wann immer ich wollte, das war noch eine mit Fußpedal ohne Motor.
    Ganz toller Post !
    Herzliche Grüße
    Christiane

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  15. Wow, richtig tolle Kostbarkeiten, weil sie mit der eigenen Familiengeschichte verwoben sind und mit geliebten Menschen, hier Erinnerungen auffrischen <3
    So ähnlich ging es mir heute bei unserem Aufenthalt in München! Ach da viel die Heimfahrt schon schwer. Zu viele gelebte Ereignisse, die mich nach München immer wieder zurückziehen. Dafür kuschel ich jetzt mit unseren beiden kleinen Raubtieren.

    Herzliche Grüßle von Heidrun

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  16. Liebe Vanessa,
    da hast du eines meiner Lieblingsthemen erwischt. Vorhin erst habe ich mit meiner Oma beim Mittagessen darüber unterhalten, unter welchen Bedingungen und mit wie viel weniger an materiellen Gütern und Komfort beispielsweise ihre Eltern zurechtkommen mussten. Oder deren Oma, die bei knappem Geld zwischen sieben Kindern, Wäsche, Haushalt, Garten, Arbeit in der familieneigenen Backstube vermutlich wenig Zeit für sich hatte. Oder die andere Seite der Familie, die aus Ostpreußen flüchtete - mein Ur-ur-Opa, der seinen Hof schon im ersten Weltkrieg verloren, dann wiedererlangt hatte und in seinem hohen Alter sein Zuhause nicht noch einmal verlassen wollte. Ihn haben sie mit seinem Sessel auf den Pferdewagen gehoben, das Ende der Flucht hat er nicht mehr erlebt.
    Ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Geschichten in jeder Familie stecken, denn am Ende lässt sich ja jedes Leben als solche erzählen und gerade die Kleinigkeiten ohne - wenn man so will - "weltgeschichtliche" Bedeutung finde ich dabei besonders spannend.
    Die eigene Familiengeschichte kennenzulernen hat für mich auch ein bisschen was von Erforschung der eigenen Identität, denn letztlich wird ja doch jede Generation von ihrer Zeit beeinflusst und prägt wiederum die ihr folgenden, sodass wir irgendwie alle ein bisschen von dem, was war, mit uns herumtragen. Matroschka-Prinzip, sozusagen. :)
    Alles Liebe, Naomi

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  17. ...noch ein kurzes feedback von mir.....
    das letzte mal hatte ich große Schwierigkeiten und die Verlinkung hatte nicht geklappt.
    Heute hat es einwandfrei funktioniert und gleich beim ersten mal ;-)
    LG Christiane

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  18. Toll, das deine Oma noch so viele Dokumente aus dieser Zeit hat. Meine Mum, die mit meiner Oma aus der "Tschechei" 1945 fliehen musste, hat nur ganz wenig mitnehmen können ( seltsamerweise ganz eigenwilligen Christbaumschmuck, den es aber schon ewig nicht mehr gibt ). Ich gäbe was drum, wenn da noch mehr wäre. Dafür habe ich ganz viel von der Familie meines Mannes übernommen, was vorzeigenswert wäre.
    Toller Post!
    GLG
    Astrid

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  19. Die Geschichten an sich, vom Krieg und Leiden sind natürlich nicht schön, aber davon zu hören und wie sie das alles damals gemeistert hatten, obwohl sie kaum was hatten, da ist echt toll zuzuhören! Und die ganz alte Dinge, Zeugnisse und Dokumenten.......... echte Schätze!!!
    Liebe Grüße,
    Betty

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