Samstag, 21. Juli 2012

Geburtstagsgastpost von Naomi {Fräulein Famos}

Ich freue mich sehr, euch heute das liebe Fräulein Famos als Geburtstagsgastbloggerin vorstellen zu dürfen!

Auf Naomis Blog bin ich leider erst vor kurzem aufmerksam geworden, und zwar durch dieses Posting
Genauer gesagt durch das Pommes Foto. Schon damals saß ich lachend vor meinem PC und seitdem bin ich ein großer Fan von Naomi und ihrem wunderbaren Humor. Es gibt kein Posting, bei dem ich nicht vor mich hin schmunzeln muss.

Umso mehr freue ich mich, dass das liebe Fräulein Famos uns heute ihre Lieblingstorte präsentiert! Denn was wäre ein Geburtstag ohne Torte?! ...und natürlich darf die typische Portion Naomi Humor dabei nicht fehlen.
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Hallo, ihr Lieben, Leserinnen und Leser, Freundinnen und Freunde, Geburtstagsgäste und -gästinnen (?) von Frollein Pfau!


Was war das für eine Überraschung, als ich neulich spät abends nur noch mal eben schnell nach meinen E-Mails sah und dabei die Nachricht von Frollein Pfau entdeckte: Ob ich wohl Lust hätte, einen Gastpost zu verfassen für ihre Geburtstagswoche?

Was für eine Frage!
Nach dem ich zugesagt hatte, musste ich allerdings erstmal überlegen, was ich denn schreiben könnte. Ich begann also, nachzudenken, und das Erste, woran ich dachte, war Kuchen. Denn was ist schließlich ein Geburtstag ohne Torte?

Und für mich ist das richtige Geburtstagsgefühl sogar abhängig von einer ganz bestimmten Torte: Stachelbeer-Marzipan.
Wäre unser theoretisch (und laut Produktbeschreibung) über die Maßen fabelhaftes, in Wirklichkeit aber eher unkooperatives, wenn nicht gar vollkommen störrisches Kopier-Druck-Scan-Kombi-Dings ein klitzekleines bisschen besser auf mich zu sprechen, könnte ich euch jetzt Bilder von mir an all meinen Geburtstagen zeigen. Bilder von mir und der Torte, denn es gab sie wirklich jedes Mal. Aufgrund der Beweisfoto-Problematik müsst ihr mir das jetzt einfach mal so glauben.

Ich habe mir also überlegt, dass auch Frollein Pfau zu ihrem Blog-Geburtstag eine solche Torte bekommen soll und habe mich daran gemacht, sie zum allerersten Mal wirklich von vorne bis hinten ganz alleine zu backen. Sonst ist das bei uns irgendwie immer Mütter-Aufgabe - oder es ist wenigstens eine in der Nähe, die einspringt, wenn einem selbst die Backlust plötzlich abhanden kommt...
Es ging aber erstaunlich gut. Als ich meine Oma probieren ließ, hat sie gesagt: "Eine sehr gute Torte. Köstlich! ... Du bist ja so eine gute Hausfrau. Dann kannst du ja heiraten."
Hhm.
Aber bevor ich jetzt noch weiter darüber nachdenke, wie ernst sie das wohl gemeint hat (knapp 19 erscheint mir doch ein bisschen sehr früh, also tendiere ich zu "nicht sehr ernst" - aber bei meiner Oma weiß man nie...), erzähle ich euch lieber erstmal, wie man die Torte macht.

Also...

Die Grundlage - im wahrsten Sinne des Wortes - bildet ein Boden aus meinem absoluten Lieblingsmürbeteig. Es ist das gleiche Rezept, das wir auch immer für unsere Weihnachtsplätzchen nehmen, und bislang habe ich noch nirgends ein besseres probiert.


Es werden also
  • 250 g Mehl,  
  • 150 g Butter (Margarine geht auch),  
  • eine Prise Salz,  
  • 75 g Zucker und  
  • ein Ei (M) 
in genau dieser Reihenfolge zu einem Teig verknetet. In Frischhaltefolie verpackt kommt der Teig dann für eine gute halbe Stunde in den Kühlschrank.
Danach wird er auf einer mit Mehl bestäubten Fläche ausgerollt. Theoretisch ist vorgesehen, dass der ausgerollte Teig als Ganzes in eine Springform gelegt werden soll. Bei mir funktioniert das selten, er zerreißt so gut wie jedes Mal und darum sind meine Böden immer irgendwie Patchwork.


Macht aber nix. Später sieht man das ohnehin nicht (oder kaum) mehr, also kein Grund, sich lange damit aufzuhalten.

Der Boden muss nun bei 170°C (Umluft) ca. 15 Minuten backen.


Während der Boden auskühlt, kann die nächste "Schicht" vorbereitet werden. Dazu den Inhalt von
  • 1 Glas Stachelbeeren mit
  • 1 Päckchen Vanille-Pudding-Pulver
 andicken. Das funktioniert so: Man kippt den gesamten Inhalt des Stachelbeer-Glases (inklusive Stachelbeeren!) in einen Messbecher oder ein anderes skaliertes Gefäß, füllt dann mit Wasser auf, sodass die 1-Liter-Marke knapp erreicht wird. Jetzt werden die Beeren abgeseiht und der "Saft" dabei in einem Topf aufgefangen. Nun wird mit dem Saft "Pudding gekocht", d.h. man folgt der Anleitung auf der Pudding-Pulver-Packung, nur dass man eben anstelle der Milch den Saft nimmt. Ganz zum Schluss werden die Stachelbeeren wieder hinzugefügt und der "Stachelbeerenpudding" in all seiner grünen, schleimigen Pracht wird auf dem Tortenboden verteilt.


Nun bleibt erstmal nicht viel zu tun, als abzuwarten. Denn bevor nicht alles abgekühlt ist, kann es nicht weitergehen.
Ist es dann aber so weit, werden
  • 1 1/2 Becher Sahne (+/-, lieber zu viel, als zu wenig ;))
 steif geschlagen und auf dem Kuchen verteilt. Der Rand des Bodens sollte dabei wenn möglich nicht mehr nach oben überstehen, der "Innenraum" also ganz mit Stachelbeeren und Sahne gefüllt sein. Oben einigermaßen glatt streichen.


 Ein kleines bisschen Sahne könnt ihr auch außen an den Rand schmieren, dann hält die Marzipandecke besser. Die kommt nämlich jetzt. Dazu
  • 2 Päckchen (à 250 g) Marzipan-Rohmasse mit
  • etwas Puderzucker (je nach Beschaffenheit der Rohmasse)
zwischen zwei Stücken Frischhaltefolie ausrollen. Wenn die gewünschte Größe erreicht ist, die obere Folie abziehen und mit Hilfe des Nudelholzes und der unter dem Marzipan liegenden Folie die Marzipandecke über die Torte legen. Leicht andrücken, alles Überstehende abschneiden...


... und fertig! Jedenfalls fast. Denn jetzt kann natürlich noch nach ♥enslust verziert werden.
Und dann heißt es: Torte marsch!! Aber vorher natürlich noch:


Liebes Frollein Pfau,
alles, alles Liebe zum 1. Blog-Geburtstag!
Mach weiter so! 
Dabei immer viel Glück und alles Gute!
Dein Fräulein Famos
 

Allen anderen viel Spaß beim Nachbacken und natürlich guten Appetit! 

Liebste Grüße, Naomi

5 Kommentare

  1. Ach, das hast du lieb gesagt! :) Zu hören, dass ich andere zum Lachen bringe ist so ungefähr das größte Kompliment, was ich mir vorstellen kann - DANKE dafür!
    Einen schönen Samstag und alles Liebe,
    Deine Naomi

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  2. Das klingt wirklich lecker - vorallem die süße von Marzipan und das sauer von Stachelbeeren - hmmmmm...

    LG Klara

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  3. mmmh sehr lecker sieht das aus!
    glg andrea

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  4. YEAH, das Fräulein Famos!

    Ich liebe sie...also für ihren so charmant witzigen Blog!
    Sie gehörte mit zu den ersten Leserinnen als ich anfing, das macht mich unglaublich stolz!

    Und ja, ich Pommes-Foto war echt der Hit, aber die Torte ist auch nicht schlecht! ;)

    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende (euch beiden)
    Maria

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  5. Sieht ganz toll aus und hört sich sehr lecker an. Beste Grüße von Nina

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